Louise Michel oder: Die Liebe zur Revolution (Dietz Berlin Verlag, 2021)

Buchvorstellung mit der Herausgeberin Florence Hervé

Dienstag, 21.09.21, Rotation in den ver.di Höfen - Bistro, Goseriede 10, 30159 Hannover

19 Uhr bis 21 Uhr

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen mit dem ANNABEE Buchladen und dem Bildungswerk ver.di

Die ereignisreichen Tage der Pariser Kommune jähren sich dieses Jahr zum 150. Mal. Die Kommune „inspirierte die Internationale Frauenbewegung, die Räte der russischen Revolution 1917, der deutschen Novemberrevolution 1919, die Pariser Barrikaden der französischen Résistance gegen Nazi-Besetzung und Faschismus 1944, die Selbstverwaltung der Region Chiapas in Mexiko und die internationalistische Kommune in Rojava im Nordosten Syriens. Es geht und ging um die Suche nach Alternativen zum kapitalistischen und patriarchalen System, es geht um die Utopie einer geschlechtergerechten Welt ohne Ausbeutung und Krieg.” (Zitat Florence Hervé)
Eine der zentralen Figuren der Pariser Kommune ist Louise Michel (1830–1905), die durch ihr Eintreten für die Rechte von Frauen und Arbeiter*innen zu einer der bekanntesten Vertreterinnen des Anarchismus und der revolutionären Arbeiter*innenbewegung wurde.
Louise Michel kämpft und gestaltet die Pariser Kommune mit. In ihrer dichterischen und schriftstellerischen Arbeit liefert sie eine detaillierte, wortgewaltige Chronik der Ereignisse von 1871 aus erster Hand. In ihren Texten kommen ihre künstlerischen Vorlieben ebenso zum Ausdruck wie ihre scharfe politische Kritik, die sich unter anderem auch gegen die sexistische Haltung des anarchistischen Theoretikers Pierre-Joseph Proudhon richtet.
In Erinnerung ist Louise Michel vor allem für ihren Mut, ihre Standfestigkeit und ihre Entschlossenheit, ihre politischen Ideale auch persönlich zu leben.

Louis Michels bewegtes Leben fasst für uns Florence Hervé zusammen, ergänzt durch Erinnerungen, Briefe und Gedichte der »roten Jungfrau« sowie Stimmen von Zeitgenoss:innen über diese beeindruckende Frau.